Marokko

Magisch und Geheimnisvoll

Kurz vor Weihnachten 2016 war ich mit der Willy Scharnow Stiftung auf Tour – es ging nach Marokko (Herzlichen Dank an das marokkanische Fremdenverkehrsamt, das diese Reise ermöglicht hat) und ich war sehr positiv überrascht, wie modern und aufgeschlossen sich das Land zeigt. Es ging mit der Fluggesellschaft Air Arabia während eines sehr angenehmen Fluges nach Marrakesch – dort angekommen und nach den Einreiseformalitäten (Einreisekarte muss ausgefüllt werden!) fuhr uns der bereitgestellte Bus in das Hotel Atlas Asni.

Unser Führer Taib war klasse! Großes Lob – er verstand es vorzüglich mit viel Humor und glänzendem Deutsch, seine Stadt, die so orientalisch und traditionell, jedoch gleichzeitig sehr hip und trendy ist, zu präsentieren. In den Souks kann man sich verlaufen und in der Menschenmenge verlieren. Die vielen Gerüche (Zimt, Curry, Rosen, Weihrauch etc.) und Shoppingmöglichkeiten machen einen ganz schwindelig. Die Menschen sind so freundlich und aufgeschlossen. Der Djemaa el Fna ist der zentrale Platz in Marrakesch! Der Platz wird wegen seiner orientalischen Atmosphäre von Touristen und Einheimischen gleichermaßen geschätzt. So herrscht an den Abenden ein wildes Treiben mit Gauklern, Schlangenbeschwörern, Geschichtenerzählern, Wahrsagerinnen sowie Künstlern und Musikern, des Weiteren gibt es Verkaufs- und Essensstände, an denen kulinarische Spezialitäten der Region angeboten werden, u. a. auch den leckeren Orangensaft. Man wird natürlich auch angesprochen, das ist dann immer ganz lustig. (HINWEIS: Bei Schlangen, Affen, Kamelen und den Guerrab (Wasserträger) nicht einfach drauflos fotografieren, das kann schon mal Ärger geben. Auch im Souk darauf achten, es gibt Menschen, speziell Frauen, die nicht fotografiert werden möchten und das sollte man auch respektieren. Im Islam gilt Bilderverbot).

Etwas ganz besonderes und natürlich auch ein Hotspot für Touristen ist das Cafe de France, wo man den besten Überblick und die beste Aussicht über das Spektakel auf dem Platz bekommt. Nicht immer im Blick bei der Menschenmenge hat man die mächtige Koutoubia Moschee, die größte Moschee Marrakeschs. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist damit eine der ältesten Moscheen Marokkos. Wir hatten übrigens Glück: am letzten Nachmittag in Marrakesch hatten wir Freizeit und haben den Djemaa el Fna nochmal ausgiebiger und ohne Regen besucht. Ein Muss für alle Marrakesch Gäste ist ein Besuch des Jardin Majorelle, ein Garten der besonderen Art, mit exotischen Pflanzen und vielen Kakteenarten. Der Garten wurde 1980 von Pierre Bergé und Yves Saint Laurent gekauft und zu einem Paradies umgewandelt. Ein Museum im Jardin ist der Kultur der Berber gewidmet und wirklich sehenswert. Nach dem Tode von Yves Saint Laurent im Jahre 2008 hat Pierre Bergé den Garten der Stiftung Pierre Bergé – Yves Saint-Laurent übertragen. Im Garten befindet sich auch ein Gedenkstein, der an den französischen Modedesigner erinnert. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten in Marrakesch sind der Bahia Palast und die Saadier-Gräber, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft der ehrwürdigen Kasbah Moschee befinden. Bei der Bauweise und der reichen Ausstattung der Gräber denkt man an die Alhambra in Spanien. Besondere Highlights, die unsere fabelhafte Betreuung Samira vom marokkanischen Fremdenverkehrsamt als Überraschung ankündigte: Wir konnten das Riad Kniza, in dem schon Hollywoodstars genächtigt haben und das legendäre La Mamounia besichtigen, jeweils mit einer tollen Führung. Nach Umbau und Renovierung unter der Leitung des französischen Innenarchitekten Jacques Garcia erstrahlt das La Mamounia im neuen Glanz. Ein Palasthotel, das mit Reichtum, Prunk und Prominenz in Verbindung gebracht wird. Ein Hotel, in dem schon Filmaufnahmen für „Sex in the City“ und Hitchcocks „Der Mann der zu viel wusste“ gedreht wurden. Eine beeindruckende Besichtigung, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ein besonderes Schmankerl erwartete uns in Form einer Besichtigung des Riad Slitine, im Herzen der Medina. Ein wunderschönes Riad, in dem ich mich sofort wohl gefühlt habe. Es gab, wie in Marokko üblich, auch hier den leckeren Thé à la menthe. Gastfreundschaft wird in Marokko großgeschrieben und wir fühlten uns immer willkommen.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit unserem Bus und Fahrer nach Agadir ca. 3 Stunden über die Autobahn vorbei an Ausläufern des Atlasgebirges. Agadir ist eine Hafenstadt am Atlantik im Süden Marokkos ca. 500 km südlich von Casablanca mit rund 600.200 Einwohnern. Am Abend des 29. Februar 1960 wurde die Stadt durch ein Erdbeben verwüstet, wobei bis zu 15.000 Menschen starben. Außer der Kasbah (240 Meter über dem Meeresspiegel) hat Agadir daher heute nur noch wenige historische Bauten. Viele Nationen halfen Agadir beim Wiederaufbau. Die Schweiz baute sogar ein ganzes Viertel auf („Schweizer-Viertel“) Die Stadt punktet mit viel Sonnenschein und atemberaubenden Sonnenuntergängen, großen Hotelanlagen an einem 10 km langen Traum-Sandstrand und einer bei Touristen und Einheimischen beliebten Strandpromenade, breiten Boulevards, vielen Restaurants und Cafés. Der Souk El Had d`Agadir, viel moderner als Marrakesch, bietet aber auch natürlich die traditionellen Einkaufsmöglichkeiten an. Der Obst und Gemüseteil im Souk ist sensationell. Da hätte ich noch stundenlang herumlaufen können. Typisch für die Region Agadir ist das Arganöl- das Öl wird aus den Nüssen des Arganbaums gepresst und hat einen nussigen Geschmack. Arganöl dient zur Verfeinerung von Gerichten, speziell Salaten und wird auch als Kosmetik verwendet. Sehr reichhaltig und wirksam. Wir hätten gerne auf der Fahrt von Marrakesch nach Agadir die berühmten Ziegen auf dem Arganbaum gesehen (daher heißt der Baum auch oft Ziegenbaum)aber das Vergnügen hatten wir nicht. So blieb uns dieses berühmte Fotomotiv leider versagt.

Wir übernachteten im Royal Atlas, dass ich persönlich empfehlen kann. Schöne Außenanlage, große Zimmer, tolle Betten und einen stilvollen SPA Bereich. Am nächsten Tag fiel allen der Abschied von Agadir schwer. Noch einmal draußen frühstücken bei milden Temperaturen, ehe uns der Condor Flug zurück ins kalte Deutschland brachte. Fazit: Marokko ist ein wunderschönes Land. Es ist sicher und die Menschen sind gastfreundlich und freuen sich über die Besucher aus Deutschland. Es gibt eine hervorragende Hotellerie, das Essen ist lecker (probieren Sie Couscous oder Tajine), Sie können sich frei bewegen. Marokko ist modern, gleichzeitig traditionell, aber das macht auch den Reiz aus. Lassen Sie sich entführen in ein Land mit vielen Facetten und Möglichkeiten für einen wirklich tollen Aufenthalt.

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